Waldviertler Kernland – Der Blick in die nächsten Jahre
Im Gasthaus Adam in Kirchschlag fand die erste Veranstaltung über den „Zukunftstraum Waldviertler Kernland“ statt. In einem ungewöhnlichen Format wurden Impulse für die Entwicklungsstrategie 2031 erarbeitet.
„Nachdem wir uns in den letzten Jahren intensiv im Sozialbereich, mit älteren Personen, der Klimaanpassung und der Kinderbetreuung beschäftigt haben, wollen wir uns nun neuen Themen widmen“, stellte Doris Maurer, die Geschäftsführerin der Kleinregion in ihren Begrüßungsworten fest. Fehlende Arbeitskräfte und Facharbeiter, leistbares Wohnen und Leerstand sowie Frauen am Land sind die Bereiche in denen neue Projekte entwickelt und umgesetzt werden sollen.
Leere Stühle für frische Ideen
Sechs Experten, die in einem Kreis platziert waren, gaben zu Beginn ihre Statements ab. Zwei Sessel im Kreis waren leer. Jede Person aus dem Publikum, die etwas sagen wollte, setzte sich auf einen der Stühle und konnte dann einen Beitrag zur Diskussion leisten und frische Ideen in die Runde einbringen. Stefan Waldhäusl, der Leiter des AMS Zwettl, Sonnentor-Geschäftsführer Gerhard Leutgeb und Gärtnermeister Reinhard Laher widmeten sich dem Thema Arbeitskräfte für die Region.
Impulse für das Leben im Waldviertel stärken
Nina Sillipp von Wohnen im Waldviertel und Christian Reegen von der Wohnbaugenossenschaft Waldviertel konnten zahlreiche Anregungen aus ihrem Spezialgebiet einbringen. Personalmanagerin Stephanie Rehberger vom Lebens.Resort Ottenschlag beschäftigte sich mit dem Bereich der Frauen im ländlichen Raum. In den nächsten 90 Minuten entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Zahlreiche Ideen und Vorschläge wurden dabei eingebracht.
Handwerk und Pflege im Fokus
Die vielfältigen Berufe in den Sparten Handwerk und Pflege wurden im Meinungsaustausch als besonders zukunftssicher erachtet, da sie durch die KI nicht ersetzt werden können. 3 Monate Probearbeiten und Probewohnen, Unterkünfte für Lehrlinge und Fachkräfte, rechtzeitig investieren, um Teilleerstände in großen Häusern zu vermeiden, die Lehre nach Matura, Integration und Migration sowie neue Wohnmodelle waren Diskussionspunkte. Paul Schachenhofer von der Dorf- und Stadterneuerung und KLAR-Managerin Nicole Neuninger notierten eifrig die vielen Vorschläge. Zum Schluss stellte Paul eine kurze Zusammenfassung der Anregungen des Abends vor.


Fotos und Text: Dieter Holzer / NÖN












