Kooperation ist ein TUN-Wort

Am 17. März 2026 kamen rund 90 Vertreter:innen der Interkomm-Mitgliedsgemeinden und Partnerzum jährlichen Gemeindeworkshop im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs zusammen. Vier Stunden lang tauschten sie sich über kommunale Herausforderungen aus und diskutierten Lösungsansätze – insbesondere im Umgang mit Leerstand sowie bei der Ansprache von Menschen, die ins Waldviertel ziehen oder in ihre Heimat zurückkehren möchten.

Eröffnet wurde der Gemeinde-Tag vom Obmann des Vereines Interkomm, Bgm. Patrick Layr. Auch der Geschäftsführer des Herz-Kreislauf-Zentrums, Fritz Weber, begrüßte die Gäste und stellte den Standort und seine Bedeutung für die Region vor.

Regionalentwickler Josef Wallenberger skizzierte anschließend zentrale Herausforderungen für Gemeinden im Waldviertel. Themen wie Gemeindefinanzen, Gesundheitsversorgung, eine alternde Gesellschaft, Leerstand und Ortsbild, neue Anforderungen an Wohnformen sowie Fragen der Demokratie standen im Mittelpunkt. Sein Fazit:

Viele dieser Aufgaben lassen sich am besten gemeinsam bewältigen.

Obmann Layr präsentierte daraufhin die Aktivitäten des Vereines und gab Einblicke in die Arbeit der verschiedenen Arbeitsgruppen. Initiativen wie der Zukunftspreis Waldviertel, regelmäßige Online.Jour.Fixe-Termine oder die Zukunft.Reise.Waldviertel zeigen, wie aktiv Interkomm an der Weiterentwicklung der Region arbeitet.

Im zweiten Teil des Workshops stand die Standortvermarktung im Fokus. Dabei wurde die Initiative „Wohnen im Waldviertel“ vorgestellt – jene Marke, mit der der Verein seit 2009 die Region als attraktiven Wohn- und Arbeitsort sichtbar macht.

Projektleiter LAbg. Ing. Franz Linsbauer betonte die Bedeutung dieser gemeinsamen und professionellen Vermarktung der Region. Nur so könne man den Herausforderungen entgegentreten und neue Bewohner:innen, Fachkräfte und Familien gewinnen. Mag. Nina Sillipp, verantwortlich für die Werbekampagne, gab Einblick in die laufenden Marketingaktivitäten. Ziel ist es, fortlaufend auf das Waldviertel aufmerksam zu machen und Interessierte auf die Regionswebseite www.wohnen-im-waldviertel.at zu führen, wo erste Informationen zum Leben und Arbeiten in der Region bereitstehen.

Die Zugriffszahlen zeigen deutlich: Das Interesse am Waldviertel ist groß! Gleichzeitig wurde betont, wie wichtig es ist, ausreichend Immobilienangebote bereitzustellen. Gerade bestehende Gebäude gewinnen zunehmend an Bedeutung – nicht nur im Sinne des Bodenschutzes und zur Stärkung der Ortskerne, sondern auch aufgrund ihrer besseren Leistbarkeit! Altbestände kann man oft sofort bewohnen und Stück für Stück renovieren.

Leerstand ist also nicht nur Herausforderung, sondern auch Chance für Zuzug!

Zum Abschluss sammelte man gemeinsam Beispiele für erfolgreich wieder genutzte Leerstände. Diese zeigen eindrucksvoll das große Potenzial, das in bestehenden Gebäuden steckt. Ein besonders gelungenes Projekt präsentierte Bürgermeister Christian Laister mit dem neuen Multifunktionszentrum am Hauptplatz von Groß Gerungs.

Damit ging der Gemeinde-Tag 2026 zu Ende, der der erste unter der Leitung des neuen Obmannes Patrick Layr war. Er nutzte die Gelegenheit, die vielfältigen Leistungen des Vereins Interkomm zusammenzufassen und die Anwesenden für die gemeinsame Arbeit zu motivieren.

Sein abschließender Appell: „Wir Gemeinden müssen zusammenarbeiten, um Herausforderungen wie Bevölkerungsentwicklung und eine alternde Gesellschaft gemeinsam zu bewältigen. Alle sind eingeladen, Teil dieser großen Solidargemeinschaft zu werden!“